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    freiLand Potsdam

    freiLuft-System gegen Aerosole: Unsere DIY Abluftanlage ist fertig

    Nach einer Anleitung vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz - Kommt her und baut nach!
    freiLuft-System gegen Aerosole: Unsere DIY Abluftanlage ist fertig

    Wir haben die lange Lockdown-Zeit genutzt, um uns auf ein weiteres Jahr Pandemie vorzubereiten und einen unserer Seminarräume zum Experimentierfeld für coronasicheren Meetingbetrieb gemacht. Nach mehreren Wochen rackern und tüfteln ist sie nun fertig: Unsere Raumluftanlage, die die Areosole einfach nach draußen befördert. Die Konstruktion wurde im letzten Jahr von Forscher:innen des Max-Planck-Instituts für Chemie entwickelt. Mit einfachen Bauteilen, die im Baumarkt besorgt werden können, kann die Abluftanlage selbst zusammengebastelt werden und z.B. in Klassenräumen zum Einsatz kommen. Die Forscher:innen sagen, das System entfernt circa 90 Prozent der Coronaaerosole aus dem Raum. Das Ganze wurde auch schon eingehend geprüft und ist nun bereits in Klassenzimmern in Rheinland-Pfalz im Einsatz, zum Beispiel in der Mainzer Brunnnenschule.

    Wie funktioniert denn das?

    Ganz einfach. Über jedem Sitzplatz ist eine Art Schirm montiert, an den ein System aus Rohren angeschlossen ist. Über einen Ventilator wird in dem Rohrsystem eine Sogwirkung erzeugt und dann die ausgestoßenen Aerosole einfach über den Köpfen weggesaugt und nach draußen geleitet. Das ersetzt natürlich das regelmäßige Lüften nicht, aber die Anlage trägt zu einer weiteren Verminderung des Ansteckkungsrisikos bei und macht Klassenräume in Pandemiezeiten sicherer. Und nicht nur die. Die Anlage ist auch in Büroräumen, Bürgertreffs, Vereinshäusern, Veranstaltungshäusern oder Ähnlichem denkbar, denn sie ist nicht teuer und fürs Zusammenbauen müssen keine Expert*innen ran. Netter Nebeneffekt: Auch der CO2-Anteil in der Luft wird geringer, das Konzentrieren fällt also vielleicht ein wenig leichter und natürlich greift die Anlage auch gleich alle herkömmlichen Grippeviren und Erreger mit ab, so dass sie auch nach der Coronapandmie noch ihren Beitrag zum gesund bleiben leistet.

    Abluftanlage + Ampel = freiLuft atmen!

    Zusätzlich befinden sich im Raum sogenannte Co2-Ampeln. Die "Ampel" misst den CO2-Gehalt in der Raumluft, steigt dieser, muss stoßgelüftet werden, da dann davon auszugehen ist, dass auch die Aeroldichte groß ist, da bereits viel Atemluft ausgestoßen wurde. Die CO2-Ampeln wurden im Wissenschaftsladen gebaut und sind bereits an Potsdamer Schulen im Einsatz. Und natürlich ist die Anlage so verbaut, dass zwischen den einzelnen Sitzplätzen der Mindestabstand eingehalten wird.

    Ihr habt auch Lust auf freiLuft?

    Dann meldet euch bei uns! Kommt vorbei und schaut euch die Abluftanlage an - wir unterstützen euch mit Bauerfahrung und Materialliste! Der Seminarraum steht außerdem allen Nutzer*innen offen und geht ab nun wieder in die reguläre Seminarraumvermietung. Ihr könnt hier nun - immer vorbehaltlich der geltenden Umgangsverordnung - eure Meetings, Plena, Workshops und Seminare unter der Haube abhalten. Und auch nach Corona macht freiLuft noch Sinn: Der CO2-Gehalt im Raum wird reduziert, so dass ihr euch mit frischem Sauerstoff viel besser konzentrieren könnt und in der Grippezeit hat die Anlage natürlich denselben Effekt.

    Wir suchen:

    interessierte Tüftler*innen, die Lust haben, die Abluftanlage mit uns weiterzuentwickeln, zu verbessern und ihr die Kinderkrankheiten auszutreiben.

    Noch Fragen?

    Wo muss ich mich melden, wenn ich die Anlage angucken will? Schreib eine Mail an office@freiland-potsdam.de oder ruf zwischen 10:00 und 16:00 an unter 0331 287 93 485 .