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    Eike Geisel - Die Gleichschaltung der Erinnerung -2019

    Vortrag von Klaus Bittermann

    Eike Geisel - Die Gleichschaltung der Erinnerung -2019

    Am 06.11.2019 stellte der Verleger und Autor Klaus Bittermann den im Herbst 2019 erschienen Band "Die Gleichschaltung der Erinnerung" mit Texten des 1997 verstorbenen Autors Eike Geisel im Café hausZwei vor. Bereits 2015 erschien ebenfalls im Verlag Edition Tiamat ein erster Band mit Texten Eike Geisels, der auch in Potsdam seine Leserschaft fand. Die Bücher sind bei unseren Freunden im Buchladen Sputnik in der Regel vorrätig. Wir empfehlen die Lektüre beider Bände, die neben einem Einblick in vergange Debatten zum Antisemitismus, oft weiterhin aktuell bleiben, mit ihrer sprachlichen Schärfe und Prägnanz zur Reflektion auffordern sowie einem gemein dumpfen Labern von Erinnerung den nötigen Dämpfer versetzten:

    https://edition-tiamat.de/die-wiedergutwerdung-der-deutschen/

    https://edition-tiamat.de/die-gleichschaltung-der-erinnerung/

    Wir dokumentieren hier die Einleitung des Vortrages von Klaus Bittermann. Der gesamte Vortrag kann bei uns auf Anfrage auch bei einem Kaffee gehört werden.

    Veranstaltungstext: 

    Eike Geisel hat in zahlreichen Artikeln und Vorträgen immer wieder den Antisemitismus und das Verhältnis der Deutschen zu den Juden analysiert, die seine zentralen Themen waren. Nach dem 2015 erschienenen Band »Die Wiedergutwerdung der Deutschen«, der nur einen Teil seiner Arbeiten enthielt, erscheint nun mit »Die Gleichschaltung der Erinnerung« ein zweiter Band, in dem auch frühe Arbeiten enthalten sind, wie z.B. über Bergen-Belsen-Prozess, wo er versucht, aus den Berichten der amerikanischen Militärregierung die wesentlichen psychologischen Pathologien der Täter herauszuarbeiten. Außerdem sind enthalten, seine großen meistens in der taz erschienenen Artikel, die für große Debatten gesorgt haben. Ein Fund aus dem Nachlass ist ein Vortrag, den er kurz vor seinem Tod über »Hannah Arendt und die Menschenrechte« gehalten hat. Klaus Bittermann wird diesen Band vorstellen und etwas über die Zeit in der Siebzigern erzählen, als Eike Geisel sich von einem der 68er-Ideologie verpflichteten linken Antiimperialisten und Antizionisten durch seine Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus wandelte in einen Kritiker des linken Antisemitismus.

    Eine Veranstaltung des Campus Libertalia/Café hausZwei und der Gruppe KonsensNonsens